Und zur Abwechslung mal ein paar neue Produktfotos

Kleine Nockenwelle

Laaang ist es her, dass ich mal etwas über die Produktfotografie geschrieben habe. Meine letzten Aufträge habe ich nun als neue Referenzen im Portfolio zusammen gestellt. Ich hoffe auf Folgeaufträge und neuen Produktfotos in der Sammlung.

Produktfotos für Automobilindustrie & Zulieferer

Am liebsten fotografiere ich technische Produkte, wie hier Auto-Ersatzteile diverser namenhafter Hersteller (BOSCH, Hella, Mercedes-Benz, ATE). Auch hier wurde ordentlich in Szene gesetzt und anschliessend retuschiert.

1.  Die Ausrüstung für professionelle Fotografie

Ob man jetzt eine Blitzanlage oder mehrere Systemblitze benutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Hier streiten sich die Geister um Pro und Contras. Ich berichte lediglich aus meiner Erfahrung mit dem jeweiligen Ergebnis. Bekanntlich führen mehrere Wege nach Rom. Eine gute Spiegelreflexkamera ist unersetzlich bei der Arbeit, Objektive und Lichtformer sind ebenfalls entscheidend für professionelle Fotos. Doch das ist nur die halbe Miete! Einen stabilen Untersatz, am besten höhenverstellbar und extra lang / breit hilft dem Rücken und erlaubt eine angenehme Arbeitsweise. Folgendes wird benötigt:

  • DSLR – Bsp. Nikon D700 mit einem 24-70mm Objektiv oder die Festbrennweiten: 28mm, 50mm, 85mm, 105mm
  • Lichtformer: Fotozelt, Softboxen und Schirme
  • Blitzanlage oder mehrere Systemblitze (z.B. Nikon SB-800, SB-900)
  • Papierrolle mit mind. 1,50m Breite
  • Aufheller aus Styropor
  • Klebeband, Schere
  • Plastelin bzw. Kneetmasse zur besseren Befestigung von kleinen Artikeln
  • Foto-Tisch mit einer Arbeitshöhe von mind. 1m
  • Notizenblock

2. Die Vorbereitung und Planung des Shootings

Je nach Anzahl und Artikel dauert die Planung mal mehr, mal weniger. Bei großen Projekten kommen auch größere Zeit- und Geld-Investitionen zum tragen. In der Regel sortiere ich schon nach Größe und fange mit den kleinsten Produkten an. Danach sortiere ich die schmutzigsten und am aufwendigsten zu fotografieren,aus. Die kommen zuletzt auf den Foto-Tisch.

Eine weisse Papierrolle mit anständiger Stärke baut man zu einer Hohlkelle, und befestigt diese mit dem Tisch. So ist die Arbeitsfläche stabil und bereit für die ersten Produkte. Danach folgt das Ausleuchten und ein paar Testschüsse für Perspektive, Licht und Schatten.

3. Das Produktshooting

Ist der Arbeitsbereich eingerichtet und das Licht gesetzt, kann es mit dem Shooting schon los gehen. Die ersten Produkte mittig auf die Arbeitsfläche legen, scharf stellen und auslösen! Die Position sollte man sich gut einprägen, damit die Bilder schön mittig liegen. Der Bildausschnitt kann man zwar nachträglich noch beeinflussen aber am besten schon bei der Aufnahme darauf achten das alles perfekt ist. Danach folgt die Routine. Um dennoch auf der sicheren Seite zu sein, schiesst man ein paar Bilder mehr. Wenn das Produkt aus mehreren unterschiedlichen Seiten besteht, kann eine weitere Ansicht, von Vorteil sein. Je  nach Farbe des Produkts, kann man zusätzlich noch mit der Blende experimentieren.

Für die spätere Zuordnung kann man sich Notizen machen und sichert sich damit zwei mal ab. Dadurch wird kein Produkt auf der zu fotografierenden Liste vergessen und man hat den besseren Überblick.

4. Die anschliessende Bildbearbeitung

Ich erstelle erstmal einen Katalog in Lightroom und importiere die Bilder, auf der sicheren Seite ist man mit RAW Daten, statt JPG. Der Grund ist einfach: man kann viel mehr aus seinen Fotografien rausholen! Die größere Datenmenge ist der Kompromiss den man dafür eingeht.

Lightroom nutze ich für den Bildausschnitt und leichten Farbkorrekturen. Man kann jedoch viel mehr damit anstellen. Nach dem Export, starte ich die Retusche in Photoshop. Anschliessend nochmal eine selektive Farbkorrektur und Nachschärfen. Ganz wichtig vor allem bei Druck.

5. Bilder zum download oder auf Speichermedium anbieten?

Die Technik ist ständig am wandeln. Vor ein paar Jahren hat man noch auf DVD´s gebrannt, gefolgt von Festplatten und schliesslich die Download Funktion. Wie man sich entscheidet ist dem Kunden überlassen. Hier reicht vorab eine kurze Frage und die Antwort ist klar. DVD Laufwerke verschwinden immer mehr aus Rechnern und in Smartphones und Tablets sind sie erst gar nicht vorhanden. Ein Link zum Download vereinfacht die Sache, man schont die Umwelt, spart Porto und Versand. Super Sache!

6. Galerie

7. Kontakt

Am besten per E-Mail oder über das Kontaktformular dieser Seite.

Fazit

Produktfotos sind doch nicht so einfach wie man sich das vorstellt. Das Arangieren der Produkte, die Lichtsetzung und die Retuschearbeiten sind zeitaufwendig aber nötig. Den endgültigen Glanz erhalten die Bilder durch das Retuschieren von unschönen Kratzern, Dellen oder Schmutz. Das ist ansprechend und üblich bei Produktfotos.

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Produktfotos von Werkzeug und Zubehör erstellen

Produktfotos von Fotograf Octavian Horn

Wir zeigen Euch ein paar Produktfotos aus dem technischen Bereich, besser bekannt aus der Automobilbranche. Dieses mal sparen wir uns die Freisteller und zeigen lediglich die fertig bearbeiteten Fotos aus der Serie: Werkzeug und Zubehör.

Ein besonders schönes Motiv war dieser LKW Scheinwerfer

Produktfotografie von fototavi: Scheinwerfer eines LKW´s

Eine andere Sicht auf die Anhängerkupplung

Produktfotografie von fototavi: Anhängerkupplung von der schönsten Seite

Hier sieht man ein gutes Produktfoto eins Kolbens

Produktfotografie von fototavi: PKW Kolben mit Zubehör

Lichtmaschine eines bekannten Herstellers mit Siegel

Produktfotografie von fototavi: PKW Lichtmaschine

Werkzeuge benötigen ebenfalls für den Verkauf das passende Foto

Produktfotografie von fototavi: Schraubenschlüssel

Hier sehen Sie ein typisches Produktfoto von Stoßdämpfern für Kraftfahrzeuge

Produktfotografie von fototavi: Stoßdämpfer eines bekannten Herstellers

Fotografiert wurden hier Zylinderkopfschrauben für einen e-shop aus Köln

Produktfotografie von fototavi: Ein Satz Zylinderkopf-Schrauben

Das richtige Licht wählen

Das Produkt sollte komplett ausgeleuchtet (belichtet) sein. Achten Sie auf den Schatten! Positionieren Sie die Blitze daher mit Verstand (meist von vorne und von oben). Ob Schirme, Softboxen oder als Alternative ein Lichtzelt benutzt werden, bleibt jedem überlassen.

Die Perspektive ist entscheidend

Ist das Set aufgebaut und das Licht eingestellt, geht es dann ans shooten der Artikel. Wählen Sie nur noch die Ansicht bzw. den Betrachtungswinkel für die Produkte. Die meisten Produkte zentriert man. Tipp: Nutzen Sie ein Stativ, damit ist es garantiert das derselbe Abstand und die Höhe stimmt. Gerade wenn Sie ein Kalender drucken, sieht es für das Auge schön und strahlt dazu noch Professionalität aus.

Die postproduction bzw. die Elektronische Bildbearbeitung

Technische Produkte wie z. B. Auto-Ersatzteile, Werkzeuge, Maschinen werden immer retuschiert bevor diese in Kataloge und Onlineshops zum Verkauf angeboten werden. Das heisst, Kratzer entfernen, Aufkleber und sonstige Verschmutzungen und Fehler werden mithilfe von Bildeditoren entfernt. Freisteller sind üblich und kosten viel Zeit und genaues Arbeiten. Wie man die Produkte freistellt zeige ich Euch in einem anderen Artikel. Bevor es in den Druck geht wendet der Produktfotograf  die selektive Farbkorrektur an und schärft anschliessend das Bildmaterial. Je nachdem wofür es genutzt wird, werden die Produktfotos im letzten Schritt als Datenmenge optimiert.

Fazit:
Beachtet man beides, fehlt nur noch die nachträgliche Bildbearbeitung um ein perfektes Produktfoto zu erstellen. Lesen Sie auch: Vorgehensweise bei der Produktfotografie und unser Artikel zum Thema: Produktfotografie – Ersatzteile für Automobile bzw. Nutzfahrzeuge.

Zuletzt aktualisiert am 28. Januar 2019

Industriefotografie – Ersatzteile für Automobile

Produktfotos von Fotograf Octavian Horn

Letzte Woche fotografierte ich noch Ersatzteile für Autos, heute sind es Kompostproben. Hier sieht man wie wichtig doch professionelle Produktfotos in unserer Zeit geworden sind. Die Präsentation von Waren spielte schon immer eine entscheidende Rolle beim Verkaufen. Diese kommen dann in Kataloge / Prospekte oder in e-Shops zum Einsatz und gehen teilweise um die Welt. Bevor es jedoch den Kunden erreicht, muss es ihn zuerst überzeugen und zwar mit den Augen. Dies schafft man mit sehr guten Bilder und beeinflusst so die Kaufentscheidung. Professionelle Aufnahmen strahlen dazu noch Seriosität.

Eine bekannte deutsche Lampenfirma zeigt ihre Produkte

Zwei Lampen stehen sich Gegenüber

Hier sieht man ein 4er Set Zündkerzen einer bekannte Marke aus Deutschland

4er Set Zündkerzen – Ein Muss für jeden Autofahrer

Das Radlagersatz muss für ein Shooting herhalten

Radlagersatz für Kraftfahrzeuge – Der Schmuck von Autos

Produktfotografie für ein PKW Ölfilter

Ölfilter in gewohnter Schönheit

Ohne Bremsen kommt ein Auto nicht aus

Bremssattel Set – Geschwister oder Duett

Die geliebte Bildbearbeitung

Auswahl der Bilder einschliesslich Farbkorrekturen, wonach der Export in der gewünschten Größe für die Weiterverarbeitung in Photoshop geschieht. Mit dem Stempelwerkzeug kann man wunderbar Materialfehler, Kratzer und ähnliches retuschieren. Ist das Produktfoto „sauber“ kann man dies mit dem Pfadwerkzeug freistellen. Nur noch einen passenden Hintergrund oder Verlauf einfügen. Mit der Selektiven Farbkorrektur sorgt man für ein schönes weiss. Schärfen nicht vergessen!

Das Projekt in Zahlen:

Produktfotografie von 150 Artikel (15 Std.)

Bildbearbeitung (30 Std.)

Freistellen (6 Std.)

Büro (1 Std.)

Zeitrahmen: 52 Stunden

Tipps für Kollegen

Stative und Softboxen sind zwar schön und gut aber Styropor-Platten sorgen an den Seiten, für zusätzliches LICHT. Gerade bei Chromartikel hat man den ein oder anderen unerwünschten Reflex. Weitere Hilfsmittel sind neben gutem Papier, Cutter-Messer, Plastelin (zum Fixieren von Artikeln) und das übliche Büromaterial.

bremsenreiniger diente wunderbar auch bei einem Produkt Fotoshooting

Mein Tipp für ölige Artikel

Bei öligen und verschmierten Produkten war Bremsen-Reiniger der Retter.  Optisch macht sich das auch bemerkbar, das Produkt glänzt. Eine große Menge an Tüchern runden das Set ab. Tipp: Großer Blasebalg zum Entfernen von Fusseln und Staub (erspart sehr viel Zeit beim Stempeln).

Meine Empfehlung: Reinigen Sie grundsätzlich alle Produkte vor dem Fotografieren. Dazu kann man sich eine leicht basische Flüssigkeit mischen und in eine Sprühflasche füllen.

Schärfen hatte ich schon erwähnt, gerade beim Druck (Kataloge, Prospekte etc.)  ist es sehr hilfsreich.

Macht mit! Für weitere Ratschläge bin ich offen und wäre Euch sehr dankbar.

Nachtrag 18. August 2014

Mehr Infos zur Vorgehensweise bei der Produktfotografie finden Sie hier. Unsere Vorteile auf einem Blick. Wer Fotografieren lernen möchte, dem empfehle ich, vor allem in Köln Fotokurse und Workshops zu besuchen.

Viel Spaß beim shooten wünscht Fotograf Octavian Horn

Werbefotos zu fairen Preisen bei fototavi in Köln

Wem neutrale Produktfotos und Freisteller nicht genügen, empfehle ich auf Werbefotos umzusteigen. Das Produkt in seiner besten Umgebung wirkt viel mehr, als auf einem neutralen Hintergrund oder gar freigestellt. Die Arbeit erfordert volle künstlerische Aspekte, gemischt mit der Werbebotschaft, die das Produkt repräsentiert. Die Werbefotografie ist die höchste Stufe um Kunden zu überzeugen.

Das Hochzeitsauto ist ein wichtiger Bestandteil beim heiraten

Das Produkt in diesem Fall ein Kranz in herzform schmückt einen schicken Sportwagen

Am Beispiel des Blumenkranzes sieht man deutlich wo das Produkt hingehört, nämlich auf einem Hochzeitsauto. Farblich passt das wunderbar zur weissen Farbe des Fahrzeugs. Auf gut deutsch gesagt, da gehört das Produkt letztendlich hin. Eine Kaffeemaschine würde beispielsweise in eine Küche gut passen etc.

Werbefoto eines bekannten Kaffeevollautomaten Herstellers

Werbefotografie eines Kaffee-Vollautomaten mit dezenter Beleuchtung

Kunde ist immer König

Als Hersteller oder Händler haben Sie sicherlich eine bestimmte Vorstellung, welche Werbebotschaft Sie signalisieren möchten. Fototavi unterstützt Sie gerne Ihr Projekt umzusetzen bzw. die Artikel zu fotografieren. Langjährige Erfahrung geht nicht spurlos an einem vorbei.