Auf der Suche nach Glück – Ithaka, Griechenland – Teil 2

In Griechenlands Hauptstadt Athen angekommen musste ich vom Flughafen zum Busbahnhof um meinen Anschluss nach Astakos zu erreichen. Die knappe Stunde Fahrt (im Stehen) war holperig und langwierig. Man muss dazu sagen, dass ich überhaupt kein Frühaufsteher bin und der Flug schon sehr sehr früh in München gestartet ist.

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Verkehrsregeln Fehlanzeige!

Wer mit dem Auto oder sonstigen Verkehrsmitteln in Athen fährt, brauch starke Nerven, denn Verkehrsregeln scheinen hier nicht zu gelten. Rote Ampeln, Zebrastreifen oder Rechts vor Links haben die Griechen nicht zu beachten. Moped Fahren ohne Helm scheint hier ebenfalls Mode zu sein. Zum Glück saß ich im Bus! Im Busbahnhof angekommen kam der erste Schock! Ich fühlte mich wie auf einem Basar, jedoch angereicht von den Abgasen der Busse, Taxen und Autofahrern, die rein und raus fuhren. Als Kölner bin ich Kioske gewöhnt, das Hauptgeschäft in Griechenland bzw. am Busbahnhof waren jedoch anderer Art.

Deals auf offener Straße

Als Tourist fällt man natürlich direkt auf und Händler von Waren aller Art sind sofort zur Stelle mit den tollsten Angeboten. Ein paar Beispiele wären: (Marken)uhren, Parfüm, Scheibenwischer (das ist mein voller Ernst), Rauschmittel aller Art und Dienstleistungen von Frauen. Die zwei Stunden Aufenthalt kamen mir vor wie eine Ewigkeit. Ein Nein reichte offensichtlich nicht aus, denn die Händlerinnen und Händler kamen immer und immer wieder mit einem Angebot auf mich zu. Da ich nicht gerade wenig Gepäck dabei hatte, hab ich mir schliesslich eine sichere Sitzmöglichkeit gesucht und die Augen überall gehabt. Die bekannten Taschendiebe haben nicht lange auf sich warten lassen. Glücklicherweise bin ich offensichtlich tätowiert und kann böse gucken.

Busfahrt von Athen nach Astakos

Nach langem Warten und einer üblichen Verspätung kam auch der Bus in Richtung Astakos. Die Tickets waren an Sitzplätze gebunden, was leider keine freie Auswahl ermöglichte. Ich saß neben einer, ich sage es mal freundlich, verbitterten alten Frau, die offensichtlich Selbstgespräche führte. Schlaf nachholen war leider nicht möglich, weil ich immer wieder angestuppst wurde ob absichtlich oder nicht, war mir dann auch egal. Die Busfahrt dauerte gute fünf Stunden, wobei es gerade mal ein paar Hundert Kilometer waren. Wir fuhren also gemütlich von Dorf zu Dorf mit einer Geschwindigkeit von vielleicht 50 – 60 km/h. Das ständige Ein- und Aussteigen sowie lautstarke Handygespräche haben meine Laune immer schlechter werden lassen aber ich wollte es ja nicht anders. Gegen 19:30 Uhr (also fast pünktlich) kamen wir in Astakos an und wurden mit einem warmen Regen herzlich empfangen. Taxifahrer haben um diese Uhrzeit anscheinend schon Feierabend also versuchte ich den Weg zu meinem Appartement zu Fuß zu erreichen. Google Maps hat gnadenlos versagt, gefolgt von meinem Akku.

Englisch konnten die meisten leider nicht, was bei mich frustriert hat aber letzendlich habe ich ein freundliches Paar getroffen, die mir erstens dazu abgeraten haben zu Fuß zum Appartement zu laufen und den Besitzer meiner Unterkunft kurz angerufen haben mit der Bitte mich abzuholen. Zehn Minuten später kam Giorgios mit seinem Pick-Up vorbei und ich saß endlich in trockenen Tüchern.

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Die beste Unterkunft in Astakos

Über booking.com habe ich mir eine günstige Übernachtung gesucht und bin auf Giannis Village gestoßen. Die Wahl konnte nicht besser sein und der Preis war, dank Nebensaison verdammt günstig. Es erwartete mich ein Luxus-Appartement der Extraklasse (zumindest kam es mir so vor). Nachdem ich erstmal mit Familie und Freunden in Deutschland telefonieren musste, kam ich auch zu meinem ersten Pita (original griechischer Art), welches mir direkt ins Appartement geliefert wurde. Gestärkt und übermüdet ging ich schliesslich zu Bett und freute mich auf die Aussicht am Morgen.

Giannis Village liegt etwas ausserhalb der Stadt, auf dem Hügel mit einer sagenhaften Aussicht aufs Meer. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und die Sonne schien durchs Fenster. Nach einem gesunden Frühstück bestellte ich mir ein Taxi (nach einigen Versuchen) und fuhr zur Fähre. Der Regen ließ nicht lange auf sich warten und schon war ich wieder komplett geduscht.

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Mit der Fähre von Astakos nach Ithaka

Auf der Fähre angekommen habe ich zuerst mein Gepäck verstaut und dann gemütlich bei einer Tasse Kaffee die Fahrt genoßen. Ein paar kurze Nickerchen blieben dabei nicht aus. Die Müdigkeit vom Vortag steckte noch sichtlich in meinen Knochen. Dreieinhalb Stunden Fahrt mit leichter Übelkeit hatten dann auch ein Ende. Seekrank bin ich zum Glück nicht.

Die Stadt Vathy ist wohl die bekannteste auf Ithaka

Blick auf Vathy

Vathy, Ithaka – Ziel erreicht

In Vathy angekommen wurde ich von einer Freundin mit dem Auto abgeholt und bekam eine kleine Inselrunde. Ich deckte mich mit Lebensmitteln ein und war sehr gespannt, wie die Hütte aussieht. Wir fuhren Richtung Sarakiniko, einem Privatgelände mit Aussteigern aus Deutschland. Von der Hauptstraße aus, ging es über einen Pfad erstmal zur Nachbarin, die mir den Schlüssel der Hütte übergeben hat. Ein Ouzo als Willkommensgetränk wartete bereits auf mich. Schliesslich machten wir uns auf dem Weg zur Hütte. Weiter im nächsten Kapitel.

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2 Kommentare zu “Auf der Suche nach Glück – Ithaka, Griechenland – Teil 2

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