Feinheiten und Tricks in der Produktfotografie

Einleitung

Ein Produktfotograf ist in erster Linie ein Techniker, sei es beim arangieren der Artikel oder der anschliessenden Bildbearbeitung. Erfahrung im Umgang mit Licht und Schatten ist daher sehr wichtig. Nicht zu vergessen die teure Foto-Ausrüstung und eine Rechenmaschine, die große Dateien schnell verarbeiten kann. Die Dateigröße der Produktfotos für Kataloge und Printmedien ist immer größer als die für Web und Online Shops. Das hat mit der höheren dpi zu tun, die man für den Druck benötigt.

Konzept

1. Technik

Fragen, die Sie sich ein Fotograf unbedingt vorher stellen sollte:

  • Wofür werden die Produktfotos genutzt?
  • Welche Technik benötige ich?
  • Wie viel Arbeit muss man investieren?

1. 1 Die Planung des Shootings

Bei einer hohen Anzahl von Produkten sollte sich ein Fotograf einen Plan erstellen um den Auftrag in der vorgegeben Zeit zu schaffen, auch bekannt unter deadline. Aus Routine und Erfahrung kennt man sein Tagessoll, durch den die Anzahl dividiert wird. So errechnet man die Anzahl der Tage, die man dafür benötigt. Eine weitere Frage die zu klären ist, wäre beispielsweise der gewünschte Hintergrund für die Aufnahmen.

1. 2 Setaufbau und Lichtsetzung

Bevor man das Set aufbaut, sollte man ausreichend Pappe und diverse Hilfsmittel besorgen, wie z.B. Krepp, Plastilin. Beim Setaufbau gibt es mehrere Möglichkeiten. Man unterscheidet hier zwischen 2-Punkt und 3-Punkt Ausleuchtung. Ob Dauerlicht oder Blitze eingesetzt werden, liegt in der Entscheidung des Fotografen. Produktfotos fotografiert man am besten vor einer Hohlkelle, kleinere Produkte könnte man auch in einem Fotozelt fotografieren. Um das Produkt komplett auszuleuchten ist die 3-Punkt Ausleuchtung die beste Möglichkeit, jedoch aufwendiger.

1. 3 Testlauf und Einstellen des Lichtes

Den Test sollte man mit dem am schwierigsten zu fotografierenden Artikel durchführen und sich dann zu den leichteren vorarbeiten. Dafür wird der Artikel in der Bildmitte zentriert und das Licht eingestellt. Dunkle Produkte benötigen natürlich mehr Licht als helle. Dies muss man beachten und lediglich die Power runter drosseln.

1. 4 Durchführung des Shootings

Um sich die Arbeit zu erleichtern, empfiehlt es sich die Produkte in Kategorien einzuteilen, d.h. kleine, mittlere und große. Das spart Zeit und Nerven! Damit der Hintergrund nicht verschmutzt, sollte man mit den kleinsten Artikel anfangen. Abdrücke auf dem Hintergrund heisst danach mehr Zeit für Bildbearbeitung, ausser man stellt die Produkte frei, dann spielt der Hintergrund kaum noch eine Rolle. Falls dies nicht der Fall ist, sollte man dennoch Papier sparen.

Postproduction

2. 1 Dauer der Bildbearbeitung

Die meiste Arbeit geht auf die Bildbearbeitung, angefangen mit Farbkorrekturen, Retuschen bis hin zu Freistellern. Diese Zeit addiert man einfach zur Fotoshooting Dauer. Kleine Korrekturen kann man mit Lightroom vornehmen, der Feinschliff erfolgt in Photoshop oder einem alternativen Foto-Editor wie z.B. Gimp.

2. 2 Export und Optimierung für Druck und Web

Um den Kunden die Arbeit zu erleichtern, wäre es sinnvoll das Bildmaterial nach der Bearbeitung einmal für den Druck und einmal für die Nutzung im Internet zu optimieren.

Sicherung der Daten

Das größte Problem bei digitalen Fotos ist die Sicherung. Gerade bei Kundenaufträgen sollte man zur Sicherung der Daten, ein Backup erstellen. Festplatten können schon mal kaputt gehen, es wäre schade, wenn dadurch wichtige Daten verloren gehen. Als Alternative steht eine Speicherung in der Cloud zur Verfügung.

Fazit

Sie sehen, wie aufwendig Produktfotos sind und warum es ratsam ist einen professionellen Produktfotografen zu engagieren.

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